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Spatenstich für die Erweiterung des Feuerwehrhauses

Trotz aufziehendem Unwetter konnten Erster Bürgermeister Roger Heidt, Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer und Abteilungskommandant Thomas Kreutel den feierlichen ersten Spatenstich für die lang ersehnte Erweiterung des Feuerwehrhauses in Büchenbronn vollziehen. Der im Jahr 2011 einstimmig vom Gemeinderat beschlossene Feuerwehrbedarfsplan hat die Notwendigkeit einer Erweiterung des Feuerwehrhauses Büchenbronn bereits aufgezeigt. Das bestehende Feuerwehrhaus aus dem Jahr 1938 wurde zwar in den Jahren 1987 und 1999 umgebaut. Allerdings sind die grundlegenden Platzprobleme im Bestandsgebäude langfristig nicht lösbar.

Heute ist die Abteilung Büchenbronn der Feuerwehr Pforzheim mit insgesamt über 100 Angehöriger der aktiven Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr, des Spielmannszugs und der Altersabteilung einer größten Abteilungen innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr. Jährlich wird die Abteilung zu rund 30 Einsätzen gerufen. Die vier hier stationierten Fahrzeuge haben auch übergeordnete Bedeutung und werden stadtweit eingesetzt. Für das Gesamtkonzept der Feuerwehr Pforzheim haben die dezentralen Feuerwehrhäuser in den Stadtteilen eine große Bedeutung. Von diesen Standorten aus unterstützt die Freiwillige Feuerwehr insbesondere in den Nachtstunden die Berufsfeuerwehr und garantiert durch die örtliche Präsenz kurze Eintreffzeiten. Die dramatischen Unwetter in Baden-Württemberg aber auch gar nicht weit von hier im Enzkreis verdeutlichen aber auch die Bedeutung dieser dezentralen Strukturen für Großschadensfälle. Sollten Straßen unpassierbar sein oder gar Stromversorgung und Kommunikationsmöglichkeiten zusammenbrechen, dann stellen die dezentralen Feuerwehrhäuser wichtige Anlaufpunkte für die Bevölkerung dar. In den Feuerwehrhäusern finden die Menschen Hilfe und es bestehen unabhängige Kommunikationsmöglichkeiten und eine unabhängige Stromversorgung.

Ein Feuerwehrhaus ist kein „normales“ Gebäude. Ein Feuerwehrhaus muss rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr betriebsbereit sein. Daher sind auch die Planungen eines solchen Gebäudes keinesfalls trivial. Insbesondere wenn es sich wie hier nicht um einen Neubau „auf der grünen Wiese“ sondern um eine Erweiterung unter Einbindung und Sanierung des historischen Bestandsgebäudes handelt.

Die von Architekt Hans Göz in enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Gebäudemanagement, den Fachingenieuren und einem Projektteam der Feuerwehr erarbeitete Planung zum Umbau und zur Erweiterung des Feuerwehrhauses Büchenbronn wurde am 28. Juli 2015 einstimmig vom Gemeinderat genehmigt. Die Baukosten betragen rund 2,4 Mio. Euro. Diese Investition ist für die Stadt Pforzheim insbesondere in der heutigen Zeit kein Pappenstiel. Aber diese Investition ist gut angelegt um der Abteilung Büchenbronn der Feuerwehr Pforzheim die notwendigen Rahmenbedingungen für einen sicheren Einsatzablauf zu schaffen.

Die Baumaßnahme umfasst im Wesentlichen den Neubau einer Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen und eines eingeschossigen Zwischenbaus sowie die komplette Umgestaltung des bestehenden Erdgeschosses des alten Feuerwehrhauses in zeitgemäße Umkleide- und Sanitärbereiche für die Angehörigen des Einsatzdienstes und der Jugendfeuerwehr und die Einrichtung einer modernen Fernmeldebetriebsstelle und eines Führungsraums. Des Weiteren werden bei den beiden Zufahrten zum Gelände automatische Schrankenanlagen errichtet sowie die erforderliche Anzahl an Alarmparkplätzen geschaffen. Im Bereich der Siedlungsstraße werden einige öffentliche Parkplätze neu hergestellt.

Damit geht eine lange Reise in die letzte, entscheidende Etappe. Im Februar 2013 erfolgte die erste Projektbesprechung, bis heute sind nahezu 40 weitere hinzugekommen. Die Abteilung Büchenbronn war und ist mit einem Bauausschuss von Beginn an in alle Entscheidungen eingebunden. Darüber hinaus haben eine Vielzahl weiterer Besprechungen und Ortstermine stattgefunden. Seit Herbst 2015 ist das Architekturbüro Fauth und Hettmanczyk aus Mühlacker, vertreten durch Herrn Hettmanczyk, mit der weiteren Betreuung des Bauvorhabens beauftragt. Um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr während der Bauzeit aufrecht zu erhalten, wird die Gesamtmaßnahme nun in zwei Bauabschnitten durchgeführt, wobei mit der Fahrzeughalle und dem Zwischenbau begonnen wird.

Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten für die bislang geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit. „Neben den Architekten möchte ich mich ganz herzlich bei Herrn Zimmermann von der Berufsfeuerwehr und Herrn Kreutel von der Abteilung Büchenbronn bedanken“, so Fischer. Gemeinsam mit einem Team aus haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen haben beide Genannten das Projekt zur Ausführungsreife gebracht.