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Zwei Einsätze durch Rauchwarnmelder – eine Person gerettet

Am Sonntag wurde die Feuerwehr Pforzheim zweimal durch ausgelöste Rauchwarnmelder alarmiert.

Um 5:10 Uhr bemerkten Bewohner eines Hochhauses im Stadtteil Haidach den Alarmton eines Rauchwarnmelders bei einem Nachbarn. Es war bereits Rauchgeruch wahrnehmbar, der Nachbar öffnete nicht. Da nicht bekannt war, ob sich der Nachbar noch in der Wohnung befindet, alarmierte die Feuerwehrleitstelle mit dem Stichwort „Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr“. Acht Minuten später traf der der Löschzug der Berufsfeuerwehr an der Einsatzstelle ein und verschaffte sich gewaltsam Zugang zur Wohnung. Kurz später konnte eine nicht ansprechbare Person aus der Wohnung gerettet und dem Rettungsdienst mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung übergeben werden. Ursächlich für die Verrauchung war eine über mehrere Stunden vergessene Pizza im Ofen. Die anschließenden Lüftungsmaßnahmen wurden von der parallel alarmierten freiwilligen Feuerwehr Abteilung Haidach unterstützt.

Um 13:59 Uhr wurde die Feuerwehr erneut zu einem ausgelösten Rauchwarnmelder alarmiert. Während des Kochens hatte sich die Bewohnerin aus ihrer Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses ausgesperrt. Hilfesuchend wandte sie sich an die Nachbarin, die nach vergeblichen Versuchen mit dem Ersatzschlüssel die Feuerwehr informierte. Noch während des Telefonats mit der Feuerwehrleitstelle schlug der Rauchmelder im Wohnzimmer Alarm. Die Feuerwehrleitstelle alarmierte einen Löschzug bestehend aus Berufsfeuerwehr und der örtlich zuständige Abteilung Dillweißenstein der freiwilligen Feuerwehr. Als der Löschzug acht Minuten später die Einsatzstelle erreicht und die Wohnungstür geöffnet hatte, konnte das in einer Pfanne erhitzte und bereits stark rauchende Öl noch rechtzeitig vor einer Entzündung vom Herd entfernt werden. Auch hier musste die Wohnung anschließend belüftet werden.

Seit Einführung der Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg zum 01.01.2015 wird die Feuerwehr zunehmend durch aufmerksame Nachbarn oder Wohnungsbesitzer alarmiert. Von einzelnen Fehlalarmen durch defekte Geräte abgesehen, handelte es sich immer um Situationen, die bei späterer Entdeckung einen größeren Schaden verursacht hätten.