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Schnelle Warnung und Information der Bevölkerung im Notfall

Die Unterbrechung der Trinkwasserversorgung im Stadtteil Würm in der vergangenen Woche erforderte eine umfassende Information der Bevölkerung.

Die Feuerwehr Pforzheim setzte neben Lautsprecherfahrzeugen und Handzetteln erstmalig eine bundesweit verfügbare WarnApp ein. Ergänzt wurde die Kommunikationsstrategie durch Nachrichten auf den Homepages von Stadtverwaltung, Stadtwerken und Feuerwehr sowie auf Facebook. Der Erste Bürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Stadtwerke lobte in der Nachbetrachtung die guten Kommunikationsstrukturen und den vorbildlichen Einsatz der Feuerwehr Pforzheim: „Mein Dank gilt den Einsatzkräften für die professionelle Hilfe und den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften“.

Die Notwendigkeit für eine schnelle Warnung bzw. Information der Bevölkerung kann sich beispielsweise auch durch Großbrände, Austritt von Gefahrgut, Hochwasser, Unwetter oder sonstige Infrastrukturausfälle ergeben. Das städtische Amt Feuerwehr, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz ist deshalb auf diese Aufgabe vorbereitet.

„Bei Gefahrensituationen nimmt die Stadt Pforzheim ihre Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger zu warnen sehr ernst“, betonte  Dirk Büscher, der zuständige Erste Bürgermeister für den Brand- und Bevölkerungsschutz.  Um die Warnung vor Gefahren jederzeit sicherzustellen, verfügt die Stadt über unterschiedliche Möglichkeiten. „Ist die Gefahr akut und muss die Warnung deshalb schnell und umfassend erfolgen, haben wir 43 Sirenen verteilt im gesamten Stadtgebiet, die wir durch die Integrierte Leitstelle zu jeder Zeit per Knopfdruck auslösen können“, erläutert Sebastian Fischer, Feuerwehrkommandant der Pforzheimer Feuerwehr, eine der vielfältigen Möglichkeiten. Durch die Sirenen werden die Bürgerinnen und Bürger auf eine besondere Gefahr aufmerksam gemacht. Danach müssen die Bürgerinnen und Bürger ihr Radio auf einen örtlichen Sender schalten und die Rundfunkdurchsagen beachten.

Lautsprecherdurchsagen und Handzettel

Sind die Gefahren nicht so akut wie beispielsweise bei einer Störung der Trinkwasserversorgung, wie in den vergangenen Tagen in Würm, hat die Feuerwehr geeignete Lautsprecher, die auf vorhandene Fahrzeuge gesetzt werden können, um gezielt Durchsagen machen zu können. Damit die Würmer Bevölkerung die wichtige Information zum Wasserrohrbruch auch nachlesen konnte, druckten die Mitarbeiter der Feuerwehr in Abstimmung mit den Stadtwerken Handzettel und verteilten diese in den Häusern.

Einblendung in TV-Programm

Neben Sirenen, Rundfunkdurchsagen, Lautsprecherdurchsagen und Handzettel könnte die Feuerwehr auch Einblendungen in das laufende Fernsehprogramm veranlassen, wenn dies erforderlich sein müsste.

NINA, Internet, Facebook und  Co.

„Auch über die elektronischen Medien können wir heute viele Menschen schnell erreichen“, erklärt Erster Bürgermeister Dirk Büscher. Über die städtischen Internetseiten von Verwaltung und Feuerwehr sowie über die Seiten der Stadtwerke verbreiteten die Verantwortlichen letzte Woche beim Wasserrohrbruch in Würm wichtige Informationen. Weitere schnelle Informationen können auch per Facebook und Twitter verbreitet werden.  “Ergänzend haben wir erstmals in Pforzheim auch eine Warninformation über die bundesweite WarnApp „NINA“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verbreitet. Hier können Informationen schnell an alle Bürgerinnen und Bürger verbreitet werden, die sich vorher die Warnapp NINA auf ihr Smartphone heruntergeladen haben“, erläutert Sebastian Fischer. Das System warnt die Nutzer je nach gewählter Voreinstellung in fest definierten Stadt- bzw. Landkreisen oder dynamisch am aktuellen Aufenthaltsort. Die WarnApp NINA beinhaltet auch alle Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes.

Koordinierung der Warnung notwendig

Die vielen Kanäle, auf denen die Menschen mit amtlichen Informationen und Gefahrenhinweisen versorgt werden können sind ein Fortschritt. „Sie erfordern aber auch, dass die verbreiteten Informationen, verlässlich, unmissverständlich und gleichlautend sind. Dies erfordert einen hohen Koordinierungsaufwand bei den zuständigen Behörden“, fasst Amtsleiter Sebastian Fischer die Herausforderungen an eine moderne Krisenkommunikation zusammen.

Warnung und richtiges Handeln bei Gefahr

Die Warnung der Bürgerinnen und Bürger ist ein wichtiger Aspekt. Jedoch ohne richtiges Verhalten in der jeweiligen Gefahrenlage oder  vorsorgende Maßnahmen im Vorfeld ist kein wirksamer Schutz möglich. Was die Bürgerinnen und Bürger in Gefahrensituationen tun können, steht auf den Internetseiten der Feuerwehr Pforzheim und auf den Seiten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Broschüren, die Verhaltenstipps zu unterschiedlichsten Gefahrenszenarios enthalten, können bei der Feuerwehr abgeholt werden. Bequem von zu Hause können diese unter www.feuerwehr-pforzheim.de oder www.bbk.bund.de heruntergeladen werden.