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Feuerwehraustausch mit Irkutsk

„Feuerwehrleute ticken gleich“ - diese These von Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer hat sich beim Besuch von Feuerwehrleuten aus Irkutsk bewahrheitet. Nach intensiven Tagen des Fachaustauschs mit der Feuerwehr Pforzheim machten sich sechs russische Feuerwehrleute mit vielen Eindrücken und Informationen im Gepäck wieder auf den Weg ins 7000 Kilometer entfernte Irkutsk auf.

Das intensive, breitgefächerte Programm wurde von Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer in Zusammenarbeit mit dem Abteilungskommandanten Würm, Ralf Kreutel, und Waldemar Meser organisiert. Als ehemaliger Berufsfeuerwehrmann, sowohl in Pforzheim als auch in Irkutsk, war Waldemar Meser ein ausgezeichneter Ansprechpartner für die Kollegen aus Irkutsk. Die Organisation und Struktur der Feuerwehr in Irkutsk ist ganz anders, aber „die Herausforderungen sind überall gleich“, so Sebastian Fischer. Wie Fragestellungen in Deutschland gelöst werden, konnten die Gäste bei der Feuerwehr in Pforzheim, aber auch bei namhaften Pforzheimer Firmen, Feuerwehren in Karlsruhe und Stuttgart, der Flughafenfeuerwehr Stuttgart sowie der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal kennen lernen. Obwohl es bei der Begegnung vorrangig darum ging, den Gästen einen Eindruck zu bieten, wie sich in Pforzheim die Arbeit der Berufs- und freiwilligen Feuerwehren gestaltet, habe auch er von dem Fachaustausch profitiert und interessante Ansätze mitgenommen, meint Sebastian Fischer. Da die Überschneidungen und das Interesse an einer Fortführung der Kontakte auf beiden Seiten groß sind, soll der Austausch fortgeführt werden. Als eines der Schwerpunkthemen wurde dabei die Gewinnung von Nachwuchs heraus gearbeitet. Wie kann es uns gelingen, junge Menschen für die Feuerwehrarbeit zu begeistern und zu binden? Diese Frage nach einer sinnvollen, nachhaltigen Jugendarbeit stellt sich sowohl in Pforzheim als auch in Irkutsk. Beim Austausch jedenfalls hat die Chemie gestimmt. Zwar war die Unterbringung in Gastfamilien ein größeres logistisches Unterfangen, doch kamen gute Kontakte zustande. Die Familienunterbringung hat sich besonders für die freiwillige Feuerwehrfrau und Studentin Anna, die unter starken Zahnschmerzen litt, als Glücksfall erwiesen. War sie doch bei einem Zahnarzt untergebracht. Fischer versprach auch zu prüfen, ob ein von der russischen Delegation bewundertes Fahrzeug nach der Ausmusterung den russischen Freunden zur Verfügung gestellt werden könnte. Da sowohl das fachliche Interesse als auch die persönliche Ebene gut gepasst haben, wurde ein Gegenbesuch im Jahr 2019 ins Auge gefasst. Dankbar zeigten sich die Beteiligten auch für einen Zuschuss durch die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, ohne den die Begegnung nicht hätte stattfinden können.