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Hilfe für die Seele in rund 120 Fällen im Jahr 2017 - Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung (AG PSNV)

(stp). Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung (AG PSNV) in den Räumen der Berufsfeuerwehr Pforzheim konnte Stadtbranddirektor Sebastian Fischer als geschäftsführender Vorstand der Arbeitsgemeinschaft zahlreiche Führungskräfte aller beteiligten Organisationen begrüßen. Die jeweiligen Verantwortlichen bei den einzelnen Organisationen berichteten über die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Insgesamt leisteten die PSNV-Einsatzkräfte im Jahr 2017 in rund 120 Fällen psychosoziale Hilfe

Darüber hinaus wurden zahlreiche Fortbildungen, Teamabende und Nachbesprechungen absolviert. Ebenfalls vorgestellt wurde auf der Mitgliederversammlung eine von allen an der AG beteiligten Organisationen unterzeichnete ergänzende Vereinbarung. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe hatte dazu unter Moderation der Katastrophenschutzbehörden des Enzkreises und der Stadt Pforzheim wichtige Eckpunkte für die gemeinsame Arbeit bei Großschadenslagen erarbeitet.

In Notfallsituationen und bei Unglücksfällen reichen medizinische und technische Hilfeleistungen allein oftmals nicht aus. Für eine umfassende Versorgung Betroffener sind auch psychosoziale Hilfsangebote sehr wichtig. Ziel ist es, nach belastenden Notfällen oder Einsatzsituationen Belastungsfolgen bei Betroffenen frühzeitig zu erkennen und die Entwicklung von Folgeerkrankungen zu verhindern. Weitere Aufgabe ist es, seelisch belasteten Hilfskräften nach schweren Einsätzen im Bedarfsfall Angebote zur Stressbewältigung bereitszustellen.

Die Stadt Pforzheim und der Enzkreis haben sich gemeinsam mit den Kirchen, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst und der Polizei bereits im Jahr 2003 zur „Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung im Enzkreis und in der Stadt Pforzheim“ (AG PSNV) zusammengeschlossen und damit alle Angebote vernetzt. Aufgabe der AG PSNV ist es, die Arbeit der verschiedenen Dienste zu koordinieren, Konzepte für die Einbindung in die tägliche Gefahrenabwehr sowie bei Großschadenslagen und Katastrophen zu entwickeln, die Aus- und Fortbildung zu koordinieren und die notwendige Supervision für das in diesem Bereich eingesetzte Personal anzubieten.

Die tägliche Arbeit im Bereich psychosozialer Notfallversorgung wird im Enzkreis und in der Stadt Pforzheim neben hauptamtlichen Seelsorgern der Kirchen beider Konfessionen durch freiwillig und ehrenamtlich Tätige des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes, der Feuerwehren des Enzkreises und der Berufsfeuerwehr Pforzheim geleistet. Bei Amok- und Terrorlagen, sonstigen Großschadenslagen und Katastrophen stehen darüber hinaus besonders geschulte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte unterstützend zur Verfügung. Unterstützt wird diese wichtige Arbeit durch die Katastrophenschutzbehörden des Enzkreises und der Stadt Pforzheim. Weitere Aufgabe ist es, den nach schweren Einsätzen seelisch belasteten Hilfskräften im Bedarfsfall ein Angebot zur Stressbewältigung anzubieten.