Inhalt

1900 bis 1949

1900

Einrichtung einer "Weckerlinie" zur Alarmierung der freiwilligen Feuerwehrangehörigen. Bis dahin wurde die Feuerwehr von mehreren Hornisten alarmiert, die entlang vorgeschriebener Weg durch die Stadt gelaufen sind. Da jedoch viele Hornisten tagsüber arbeiten mussten, hatte diese Signalkette oft große Lücken. Obwohl zusätzliche Signalhupen an die Bäckermeister verteilt wurden, war das Alarmierungssystem nicht mehr zeitgemäß.

1906

Gründung eines Freiwilligenkorps in Büchenbronn

1915

Beschaffung der ersten Kraftfahrspritze vom Typ KS 15 von der Firma Fa. Saurer (Arbon CH / Lindau). Technische Daten: 45 PS Motor, Höchstgeschwindigkeit 45 km/h, Wasserbehälter, Ausziehleiter, Hakenleiter, Schlauchhaspeln, Sitzplätze für 10 Mann, Pumpenleistung 1500 l/min.

1917

Bei einer schweren Explosion im Keller des Elektrizitätswerks kommen drei Menschen ums Leben.

1918

Im Ersten Weltkrieg fielen 18 von 178 zur Armee eingezogenen Feuerwehrmänner. Die Inflation verzögerte den weiteren Ausbau der Motorisierung der Pforzheimer Feuerwehr.

1924

Beschaffung der ersten Kraftfahr-Drehleiter vom Typ KL 25 von der Firma Magirus (Ulm)

Es zeigte sich, dass an den Sonn- und Feiertagen die Erreichbarkeit der freiwilligen Feuerwehrkräfte in Frage gestellt war. Zur Sicherstellung des Brandschutzes wurde daher an den Sonn- und Feiertagen die Feuerwache nachmittags fest besetzt. 

1930 

Beschaffung eines 100 PS starken Mannschafts- und Rettungswagens

1932

Bei einem Brand in den Kühlräumen des städtischen Schlachthofs erlitten zwölf Feuerwehrmänner eine Rauchgasvergiftung. Die bislang üblichen Gasmasken konnten daraufhin im gleichen Jahr durch moderne Sauerstoffschutzgeräte ersetzt werden.

12.-14. August 1933

75-jähriges Gründungsfest der Feuerwehr Pforzheim und 31. Badischer Feuerwehrtag in Pforzheim

10. September 1933

Bei einem Großbrand im benachbarten Öschelbronn werden über 200 Häuser und Gehöfte zerstört bzw. beschädigt. Die Feuerwehr Pforzheim unterstützt unter anderem bei der Löschwasserversorgung mit ihren automobilen Löschfahrzeugen und Tragkraftspritzen und fördert Löschwasser über eine Wegestrecke von fast 4 km.

1938

Gründung eines Freiwilligenkorps in Würm

23. November 1938

Aufgrund des "Reichs-Feuerlöschgesetzes" werden die freiwilligen Feuerwehren aufgelöst und in eine der SS und Polizei  unterstellte "Hilfspolizeitruppe" überführt.

23. Februar 1945

Bei einem Bombenangriff der Royal Air Force wird die Stadt Pforzheim fast vollständig zerstört. Rund 20.000 Einwohner sterben im Feuersturm. 71 Feuerwehrangehörige kommen an diesem Tag ums Leben - an der Kriegsfront fallen im gesamten Zweiten Weltkrieg 31 Feuerwehrmänner. Aus 24 Nachbarstädten und -gemeinden eilen die Feuerwehren zur Hilfe, können aber nur noch in den Außenbezirken Häuser und Menschen retten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg standen nur noch sechs ausgebildete Feuerwehrmänner für die Neugründung einer freiwilligen Feuerwehr zur Verfügung. Die wenigen verbliebenen Geräte und Fahrzeuge wurden in der Kelterstraße im dafür erweiterten Unterkunftsraum des Brötzinger Löschzugs untergebracht. Damit ersetzte das Gerätehaus Brötzingen die zerstörte Hauptfeuerwache am Waisenhausplatz. Aus Platzmangel mussten einige Fahrzeuge nach Dillweißenstein ausgelagert werden.

Als Ersatz für die zerstörte Weckerlinie wurden die noch vorhandenen Sirenen wieder in Betrieb genommen.

1948

Gründung eines Freiwilligenkorps in Hohenwart

Die Stärke der wieder aufgebauten Feuerwehr Pforzheim liegt nun bei 120 Mann. Zu dieser Zeit gab es 50-60 Alarme pro Jahr.