Zum Inhalt springen
  • Bewölkt: 85-100%17 °C
  • Kontrast

Brandschutz im Haus

Fettbrand in Küchen

Beim Kochen, insbesondere beim Frittieren, kommt es immer wieder dazu, dass sich Fett an der heißen Oberfläche des Topfes/der Friteuse entzündet. Der Brand kann sich leicht über benachbarte Gegenstände, Hängeschränke oder die Dunstabzugshaube ausbreiten.

Wasser ist als Löschmittel völlig ungeeignet und sogar äußerst gefährlich. Wenn Wasser in das heiße Fett gerät, verdampft es schlagartig. Mit der Bildung von Wasserdampf erfolgt eine Volumenvergrößerung, bei der das heiße Fett mitgerissen. aus dem Topf herausgeschleudert und gut mit Luft vermischt wird. Dabei kommt es zu einer Stichflammenbildung und einer Brandausbreitung ("Fettexplosion"). Auf den Bildern können sie diesen Prozess nachvollziehen.

    Unsere Sicherheitstipps

    • Brat- und Frittiergut vorher trocknen.
    • Ausschließlich reines Fett oder Öl verwenden.
    • Verunreinigtes und gealtertes Fett oder Öl frühzeitig austauschen.
    • Nicht zuviel Fett oder Öl einfüllen.
    • Fett oder Öl beim Erhitzen ständig beaufsichtigen.
    • Auf Überhitzungen achten.
    • Nach Gebrauch Gerät unbedingt sofort ausschalten.
    • Brennendes Fett oder Öl wegen der Fettexplosionsgefahr auf keinen Fall mit Wasser löschen!

    Wenn es dennoch zu einer Entzündung gekommen ist:

    • Schließen Sie den Topf bzw. die Friteuse mit einem passenden Deckel.
    • Verwenden Sie niemals Wasser zum Löschen!
    • Geeignet sind spezielle Fettbrandlöscher (Brandklasse F). Löschdecken und feuchte Tücher eignen sich nur bedingt für die Brandbekämpfung, da die Gefahr der Verbrennung für die Person und der Brandausweitung besteht. 
    • Rufen Sie die Feuerwehr über Notruf 112

    Weitere Informationen zum Download

    Rauchwarnmelder retten Leben

    Im schlimmsten Fall erstickt man, ohne auch nur einen Hustenreiz zu verspüren. Rauchmelder können in solchen Situationen Leben retten. Durch einen lauten Warnton werden Menschen selbst aus tiefem Schlaf geweckt. So verschaffen Rauchmelder die nötige Zeit, um zu fliehen und die Feuerwehr zu rufen oder möglicherweise den Brand selbst zu bekämpfen.

    In der Bundesrepublik Deutschland sterben pro Jahr mehr als sechshundert Menschen bei Bränden. 90% hiervon sind Opfer des Rauches. Über 5000 Menschen werden bei Bränden verletzt, die Sachschäden betragen mehrere Milliarden Euro.

    Besonders gefährlich ist der bei Wohnungsbränden entstehende Rauch, weil er sich um ein vielfaches schneller verbreitet als Feuer. Schon in wenigen Sekunden kann die gewohnte Umgebung so stark verrauchen, dass Lebensgefahr besteht.

    Trotz gutem baulichen Brandschutz und aller Vorsicht und Aufmerksamkeit, ist letztlich niemand davor geschützt, dass nicht auch in der eigenen Wohnung ein Brand entstehen kann.

    Ein Defekt an einer elektrischen Leitung oder einem Gerät, eine Unachtsamkeit im Haushalt, eine brennende Zigarette im Bett oder mit Feuer spielende Kinder – so entsteht schnell ein Brand, der häufig nicht sofort bemerkt wird.

    Oft schwelen solche Brandherde über Stunden. Sind Möbel oder andere Gegenstände mit hohen Kunststoffanteilen betroffen, entwickelt sich beim Verbrennen besonders giftiger Rauch.

    Wie funktionieren Rauchmelder?

    Die Geräte der meisten Hersteller arbeiten nach dem Streulichtprinzip. Bei Rauch in einer bestimmten Konzentration wird ein Lichtstrahl im Gerät auf eine Fotozelle gelenkt und löst den akustischen Alarm aus.

    Wo werden Rauchmelder installiert?

    In Privathaushalten gehören Rauchmelder unter die Zimmerdecke und am besten in die Raummitte. Vorzugsweise sind sie vor den Schlafräumen zu installieren und in den Schlafzimmern selbst – vor allem wenn Sie dort elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehapparate o.ä. benutzen. Auch die Kinderzimmer und Wohnzimmer sollten Sie durch einen Melder schützen. In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten die Rauchmelder im Flur auf den
    Etagen montiert werden.

    Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller. In Küche und Bad sollten Sie auf eine Installation verzichten, weil dort durch Koch- und Wasserdämpfe Fehlalarm ausgelöst werden könnte. Auch besonders staubige Räume eignen sich nicht für eine Installation.

    In größeren Häusern ist es sinnvoll, die Rauchmelder miteinander zu vernetzen, so dass ein Kellerbrand auch von den in der Wohnung installierten Geräten gemeldet wird.

    Tipps für den Kauf

    Batteriebetriebene Rauchmelder sind nicht teuer. Sie erhalten sie im Fachhandel, in Elektrofachgeschäften, Baumärkten sowie in den Technikabteilungen von Kaufhäusern. Einen batteriebetriebenen Rauchmelder von guter Qualität kann man für 10-30 Euro kaufen.

    Bei der Ausstattung ist zu beachten:

    • Das Gerät sollte auf optischer Basis funktionieren
    • Batteriebetriebene Geräte sollten schwache Batterien anzeigen (durchschnittliche Lebensdauer der Batterie 1-3 Jahre)
    • Wir empfehlen Rauchwarnmelder mit einer fest eingebauten Batterie und 10 Jahren Lebensdauer
    • Die Geräte sollten über einen Testknopf verfügen
    • Die Geräte sollten die Möglichkeit einer Vernetzung bieten
    • Markenhersteller gewähren mehrjährige Garantien
    • Das Gerät sollte der Norm DIN 14676 / DIN EN 14604 "Rauchmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung" entsprechen

    Rauchmelder für Gehörlose

    Dieses System kombiniert eine Zentrale mit einem eingebauten Blitzlicht, einem oder mehreren Rauchmeldern und einem Vibrationsgeber, der beim Schlafen unter das Kopfkissen gelegt wird.

    Gesetzliche Einbaupflicht

    Der Installation von Rauchwarnmeldern ist in Baden-Württemberg gesetzlich vorgeschrieben. Bis zum 31.12.2014 müssen alle Wohnungen und Häuser mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sind.

    Rauchwarnmelder müssen in allen Kinder-, Schlaf- und Gästezimmern sowie den Fluren eingebaut werden. Wir empfehlen den den Einbau in allen Räumen mit Ausnahme der Küche und des Badezimmers (Fehlauslösung durch Wasserdampf).

    Das Innenministerium hat Fragen und Antworten zur Rauchwarnmelderpflicht in Baden-Württemberg zusammengestellt.

    Noch Fragen?

    Sollten Sie weitere Fragen zum Einsatz von Rauchmeldern haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Feuerwehr. Sie erreichen uns rundum-die-Uhr unter der Rufnummer 07231/39-2511.

    Sollten Sie in Ihrer Wohnung durch einen Rauchmelder auf einen Brand aufmerksam gemacht werden, unternehmen Sie keine Löschversuche wenn Sie dadurch andere und sich selbst in Gefahr bringen.

    Rufen Sie die Feuerwehr – Euronotruf 112